Timmermahn
Er war Maler, Geschichtenerzähler, Autor und Regisseur. Timmermahn zählte zu den schillerndsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst- und Kulturszene. Er hatte sich nie auf einen einzigen Stil festgelegt. Wie das Schweizerische Institut für Kunstforschung treffend formuliert: „Seine Kunst folgt keinem Trend, hat keine kunsthistorischen Ambitionen und strebt ganz sicher nicht nach Innovation.“ Was jedoch erkennbar war, war seine Vorliebe für leuchtende Farben einerseits und fantasievolle Sujets andererseits. Darüber hinaus tauchen Figuren der modernen Kulturgeschichte, wie Donald Duck oder Ringo Starr, immer wieder in seinen Gemälden auf.
Timmermahn, der eigentlich Peter Klein hieß, war gelernter Schaufensterdekorateur. Mit 25 Jahren wählte er den ungewöhnlichen Künstlernamen „mit einem ‚H‘ als warnendes Element“. Als Enkel des Basler Süßwarenfabrikanten André Klein arbeitete er nach seiner Lehre als Bühnenmaler am Berner Stadttheater. In den 1970er-Jahren lebte er dann einen wilden Lebensstil. Unter anderem arbeitete er mit Künstlerkollegen wie dem Schweizer Bildhauer Bernhard Luginbühl zusammen. Beide gelten heute als Säulen der Berner Kunstszene.
Timmermahn zeichnete mit Präzision und großer Finesse. Seine Gemälde waren das Ergebnis stunden- und tagelanger Arbeit – er malte zehn Stunden am Tag, in der Regel sechs Tage die Woche.
Der Berner Künstler war ein großer Fan von Wortspielen. Er liebte es, Wörter nach Belieben zu kombinieren und seine Kreationen damit zu illustrieren. Als Multitalent war er auch ein begabter Autor und Regisseur von Theaterstücken.
Timmermahn starb am 14. März 2026 im Alter von 83 Jahren.